Linksextremistische Codes und Symbole am eigenen Briefkasten. Der Stadtverordnete Steffen Fiedler sieht sich und seine Kinder bedroht. Er sieht eine Grenze überschritten und wendet sich nun an die Öffentlichkeit.
BF: Wann wurde Ihr Briefkasten mit diesen Symbolen versehen? Was haben diese Symbole Ihrer Ansicht nach zu bedeuten?
S. Fiedler: Die Symbolik wurde irgendwann am Sonntag 19.07.2026 zwischen 17 Uhr und 20 Uhr an den Briefkasten angebracht. In dieser Zeit war ich mit meinen Kindern (4 & 6 Jahre alt) zu Hause und badete meine Kinder und brachte sie ins Bett.
Die Symbolik 161 im Zusammenhang mit Sichel und Hammer sind Zeichen der linksextremistischen und antifaschistischen Szene.
BF: Haben Sie den Vorgang der Polizei gemeldet?
S. Fiedler: Der Vorgang wurde direkt der Polizei gemeldet. Für die Polizei ist dies kein Einzelfall.
BF: Fühlen Sie sich persönlich bedroht?
S. Fiedler: Ja, ich fühle mich persönlich nun bedroht. Oftmals wird unsere Litfaßsäule am Rathaus Hohen Neuendorf beschmiert, dies wird gemeldet und beseitigt. Nun wurde mein persönlicher Briefkasten beschmiert. Nicht der von meiner Schwester oder von meinem Schwager sondern mein persönlicher. An meinem zu Hause, in meiner privaten Umgebung. Da wo ich mich mit meinen Kindern sicher fühlen sollte.
Info: Linksextremisten orientieren sich bis heute an klassischen kommunistischen Motiven wie Hammer, Sichel und roter Stern.
Die Verwendung bestimmter Codes ist unter Linksextremen geläufig, beispielsweise steht 161 für A.F.A (Antifaschistische Aktion).
Quelle: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung
BF: Haben Sie in vergleichbarer Weise schon einmal einen politischen Gegner attackiert oder bedroht?
S. Fiedler: Ich habe nie einen politischen Gegen attackiert. Würde ich auch nie machen, denn jeder kann und darf seine Meinung haben. Ob sie mir gefällt oder nicht. Ich suche lieber belegte Gegenargumente.
Aber im Gegenteil uns gegenüber. Oftmals wird auf öffentlichen Veranstaltungen, auf Kundgebungen oder Infoständen mit und meinen Kollegen aus dem Ortsverband gedroht Beleidigungen und Drohungen gehören ja zur „Linken“ Demokratie.
BF: Sehen Sie einen Zusammenhang mit der seit Jahren geübten Praxis der politischen und auch sozialen Ausgrenzung gegenüber Politikern der AfD?
S. Fiedler: Leider ja. Ich sehe da einen Zusammenhang. Sobald die Argumente in Debatten fehlen wird es schnell persönlich, gar körperlich. Erst am letzten Infostand in Borgsdorf stellte sich ein Vater meiner Debatte, als er Flyer an unserem Infostand verteilte mit dem Inhalt „Wir schützen die Demokratie – Eltern gegen Rechts“. Auf meine Frage ob er nicht die Demokratie einschränke indem er die „rechte politische Meinung“ ausgrenze, meinte dieser Vater, er meine doch die Rechtsextremen. Dieser Vater kannte mich und auf die Frage ob er in mir einen Rechtsextremen sehe, wich er aus und verwies nur auf die allgemeinen Medien.
Das Interview führte Jan Müggenburg für die Brandenburger Freiheit.
Foto: Steffen Fiedler
